Slow Goods

Fenchel-Pastis-Cake mit weisser Schokolade

 Fenchel-Pastis-Cake mit weisser Schokolade



»Undercover« 

Wenn Fenchel schon so viele Anis-ähnliche ätherische Öle hat, so ist auch der Anis-artige Schnaps nicht weit entfernt. Bei diesem Kuchen würde man nie merken, dass Fenchel darin ist. Genau der macht ihn aber so saftig und geschmacklich so köstlich. Die weisse Schokolade darin fungiert als absolutes Tüpfli auf dem i und zusammen mit dem Pastis könnte man gleich den ganzen Kuchen am Stück verschlingen.


Zutaten für eine Cakeform:
200 g Butter
200 g feiner Kristallzucker

1 Vanilleschote, Mark ausgekrazt

1 Zitrone, Schale (etwas für die Glasur zur Seite stellen)

4 Eier

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

200 g Weissmehl

100g weisse Schokolade

150g  Fenchelknolle

0.5 dl Pastis & 4 EL Pastis


Zutaten für die Glasur:
1 Tasse Puderzucker
½ Zitrone, Saft
etwas Fenchelgrün & Zitronenschale


Zubereitung:
Ofen auf 180 Grad vorheizen und eine Cakeform ausbuttern oder mit Backpapier auslegen.

Butter und Zucker weich rühren. Zitronenschale und Vanillemark beigeben. Eier hinzufügen und schaumig schlagen. Mehl, Backpulver und Salz unter die Masse geben. Fenchel waschen und grob raspeln. Etwas vom Kraut auf der Seite behalten für die Glasur.

Die weisse Schokolade in Stücke hacken, mit dem Fenchel und dem Pastis unter die Masse mischen. Den Teig in die Cakeform füllen und gut 1h backen.

Mit einer Stricknadel oder einem Holzspiess Löcher in den Kuchen stechen und 4 EL Pastis darüber giessen. Den Kuchen abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Puderzucker und den Zitronensaft auf mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen und anschliessend auf den Fenchelkuchen giessen. Mit den Fenchelsamen, der Zitronenschale und dem Fenchelgrün garnieren.



»Kleine Gemüsekunde: Der Fenchel«

 

Der Fenchel ist hierzulande ganz zu unrecht etwas unbeliebt. Dabei wurde er als Heilpflanze schon von Hippokrates gefeiert und er ist ein lebendiger Beweis dafür, dass die Italienische Küche mehr zu bieten hat als Pasta und Pizza. Seine Samen helfen als Gewürz und Tee dem Magen sich von seiner Aufgeblasenheit zu beruhigen und auch seine weisse, hellgrüne Knolle ist ein Segen für die Gesundheit. In Italien wird sogar der Fenchelpollen als exklusives Gewürz verwendet, dessen Name alleine “la spezia degli Angeli”, Engelsgewürz, schon viel aussagt. Da gibt es zudem noch eine wunderbare italienische Redewendung “lascari infinochiare”, sich einfencheln lassen, was so viel bedeutet wie: sich hinters Licht führen lassen. Denn in Italien sagt man, dass Fenchel zu jedem Gericht gehört, er verfeinert den guten Geschmack und übertönt den schlechten. So haben anscheinend früher die gerissenen Weinhändler vor den Degustationen frischen Fenchel serviert um somit von den Schwachstellen des Weins abzulenken.



Rezept: Juliette Chrétien
Text: Juliette Chrétie
Foto: Juliette Chrétien


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