Die «Bölletünne» ist ein Schaffhauser Klassiker. Als «Tünne» werden hier Fladen oder Wähen bezeichnet. Die Zwiebel ist eine der ältesten Nutzpflanzen überhaupt und auch mit vielen Bräuchen verbunden. So streute man in der Neujahrsnacht in die abgelösten Schalen von zwölf Zwiebeln etwas Salz, für jeden Monat des folgenden Jahres eine. Blieb die Zwiebelschale bis zum anderen Morgen feucht, verhiess das für den betreffenden Monat Regen, die trockenen Zwiebelschalen kündigten viel Sonne an. (Aus: «Das Lexikon der alten Gemüsesorten», AT Verlag)
Aus unserem Buch Helvetia Vegetaria, Seite 166.
- Zubereitungsdauer: ca. 90 min
Zutaten
Für den Teig
- 200 g Mehl
- ½ TL Salz
- 70 g Butter
Für die Füllung
- 4 Zwiebeln
- 30 g Butter
Für den Guss
- 2 Eier
- 300 ml Rahm
- Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
- 1 TL Kümmel, nach Belieben
Zubereitung
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Herstellung des Mürbeteiges
Die Zutaten für den Teig mit 100 ml Wasser in einer Schüssel zu einem Teig verarbeiten, aber nicht zu stark kneten. 30 Minuten ruhen lassen.
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Zubereitung des Zwiebelbelages
Inzwischen für den Belag die Zwiebeln in feinste Ringe schneiden und in der Butter dünsten, bis sie glasig geworden sind.
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Backofen vorheizen und Guss zubereiten
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Für den Guss die Eier mit dem Rahm verquirlen und nach eigenem Gusto würzen.
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Mürbeteig auswallen und füllen
Den Teig auswallen und ein rundes, mit Backpapier ausgelegtes Blech von 28–30 cm Durchmesser damit auslegen. Den Rand etwas über das Blech ziehen und den Teig erst mit den gedünsteten Zwiebeln belegen, dann den Guss darübergiessen.
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Zwiebelwähe backen
Die «Tünne» im vorgeheizten Ofen etwa 40 Minuten backen.
- Bild: Juliette Chrétien
- Rezept: Carlo Bernasconi


























































