Slow Goods

Hacktätschli mit Rüeblichillisauce und Radieslipickels

 Hacktätschli mit Rüeblichilisauce und Radieslipickels



»Radieslipickels statt Gürkli« 

Nach all der Fruchtbarkeit sowie den Töchtern der vorangegangenen Rüebli Texte kommt hier etwas für die tatsächlich schwangeren und alle anderen die vielleicht mal keine Lust auf Sauregurken haben. Hier haben wir nämlich unglaublich leckere saure Radiesli. Warum nicht mal Radieslipickels statt Gürkli im Burger?

Radieslipickels (für ein 750ml Weckglas):
2 Bund Radiesli
3 Knoblauchzehen
1 TL schwarze Pfefferkörner
1 TL Fenchelsamen
1 TL Koriandersamen
300ml Weißweinessig
3 EL Honig
2 TL Salz

Zubereitung Radieslipickels:
Radiesli waschen und das Kraut entfernen. Knoblauchzehen schälen und vierteln. Ich entferne immer noch den grünen Stiel in der Mitte, der den Knoblauch schwerverdaulich macht.
Radiesli zusammen mit den Gewürzen, dem Essig, Honig und Salz in ein Weckglas geben und 1 Tag “pickeln” lassen. Hält im Kühlschrank mindestens 2 Wochen.
 



Zutaten Karottenchillisauce:
150gr Karotten
1,5dl Wasser
1 EL Vollrohrzucker
1 TL Salz
2 EL feinster Aceto Balsamico
½ TL Kümmelpulver
½ TL Koriandersamenpulver
1 TL Bukovo Chilliflakes

Zubereitung:
Die Karotten in Stücke schneiden und im Wasser weichkochen. Die restlichen Zutaten beigeben und pürieren. In heisse Gläser abfüllen. Die Sauce ist gut verschlossen im Kühlschrank einige Wochen haltbar.



Zutaten Hacktätschli:

350gr Hackfleisch
1 Schalotte
1 Zweig Thymian
1 TL Paprika Edelsüss
1 Handvoll Rosinen
1 Ei

1 ½ EL Mehl
Salz & Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:
Die Schalotte schälen und klein Hacken. Die Thymianblätter vom Zeig entfernen und alle Zutaten in einer Schüssel mit den Händen gut mischen. Zu “Tätschlis” formen und heiss in Butterschmalz gar braten.
Passt wunderbar zu Ofenkartoffeln, Pommes frites oder als Burger.



»Kleine Gemüsekunde: Die Karotte«
 


Irgendwie erinnern mich Rüebli immer an Ostern, ob das an der beliebten Hasennahrung liegt? Oder daran das Ostern ein Fest der Fruchtbarkeit ist?
Dafür möchte ich etwas in der Geschichts- und Traditionskiste wühlen.
Ostern ist nähmlich ein uraltes Fest heidnischen Ursprungs. Das Ei und der Hase sind beides heidnische Symbole, die einige der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Ostara zuordnen. Die Göttin kämpfte mit der eisigen Kälte des Winters und schickte wärmenden Sonnenstrahlen auf die Erde.
Und da war zuerst nur die wilde Möhre zu finden. Sie diente schon den Steinzeitmenschen als Lebensmittel und als Heilpflanze. Ihren Samen sprach man empfängnisverhütenden Wirkung zu und die dünne Wurzel galt als Symbol der Fruchtbarkeit und wurde als Aphrodisiakum verwendet. Doch leider findet die wilde Möhre heute kaum noch Beachtung. Dafür hat ihre Tochter, unser “Rüebli”, die Welt im Sturm erobert.



Rezept: Juliette Chrétien
Text: Juliette Chrétie
Foto: Juliette Chrétien


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