Slow Goods

Gewürzkarottenküchlein mit verrückt gutem Topping

 Gewürzkarottenküchlein mit verrückt gutem Topping



»Paris lässt Grüssen« 

In der Stadt der Liebe, in Paris, da gibt es in der Rue de Martyrs seit gut 15 Jahren die Rose Bakery der Engländerin Rose Carrarini. Und wer schon mal da war und wie ich dem Karottenküchlein nicht widerstehen konnte, der freut sich jetzt ganz besonders auf dessen Rezept. Es ist einfach der beste Karottenkuchen überhaupt, da kann unser alter lieber “Rüeblichuächä” gleich mal eine Verschnaufpause einlegen.

Für 6-8 Küchlein

Zutaten Küchlein:
2 Eier
110g feiner Puderzucker
150 ml Sonnenblumenöl
4-5 Karotten
150g Weißmehl
1 TL Zimtpulver
1 TL Kardamon
1 TL Backpulver
75g gehackte Walnüsse oder Haselnüsse
eine Priese Salz

Zutaten für die Glasur:
60g Butter
125g Frischkäse
1/2 Vanilleschotte ausgekratzt
30g Puderzucker


Zubereitung:
Backofen auf 180° vorheizen.

Formen mit Butter bestreichen oder mit Backpapier auslegen.

Eier und Zucker leicht und luftig schlagen. Das Öl dazugeben und noch ein paar Minuten weiter schlagen. Die Möhren schälen und raspeln. Mit Mehl, Zimt, Kardamom, Backpulver, Backpulver, Salz und Nüsse vermengen. Den Teig in die Formen geben und im Backofen 45 Minuten backen.

In der Zwischenzeit die Glasur vorbereiten.
Butter und Frischkäse schaumig rühren. Vanilleextrakt und Puderzucker hinzufügen und mischen.

Wenn der Kuchen gar ist, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Zum Schluss glasieren und servieren. Im Kühlschrank aufbewahren.



»Kleine Gemüsekunde: Die Karotte«

 

Irgendwie erinnern mich Rüebli immer an Ostern, ob das an der beliebten Hasennahrung liegt? Oder daran das Ostern ein Fest der Fruchtbarkeit ist?
Dafür möchte ich etwas in der Geschichts- und Traditionskiste wühlen.
Ostern ist nähmlich ein uraltes Fest heidnischen Ursprungs. Das Ei und der Hase sind beides heidnische Symbole, die einige der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Ostara zuordnen. Die Göttin kämpfte mit der eisigen Kälte des Winters und schickte wärmenden Sonnenstrahlen auf die Erde.
Und da war zuerst nur die wilde Möhre zu finden. Sie diente schon den Steinzeitmenschen als Lebensmittel und als Heilpflanze. Ihren Samen sprach man empfängnisverhütenden Wirkung zu und die dünne Wurzel galt als Symbol der Fruchtbarkeit und wurde als Aphrodisiakum verwendet. Doch leider findet die wilde Möhre heute kaum noch Beachtung. Dafür hat ihre Tochter, unser “Rüebli”, die Welt im Sturm erobert.



Rezept: Juliette Chrétien
Text: Juliette Chrétie
Foto: Juliette Chrétien


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