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Fenchelsalat mit Granatapfel und mariniertem Feta

 Fenchelsalat mit Granatapfel und mariniertem Feta



»Heilende Öle« 

Der Fenchel verdankt seinen intensiven Geschmack den hohen Anteilen der enthaltenen ätherischen Öle. Diese steuern einen massgeblichen Teil zu den Heileigenschaften des Fenchels bei. Vermutlich aber genau deshalb gehört er zu den Lieblingsgerichten der wenigsten. Der Anis-ähnliche Geschmack erinnert an Fencheltee, den man als Kind gegen Bauchweh bekam. Wer mag den schon Bauchweh? Jedoch ist der Fenchel roh als Salat, richtig gewürzt nicht nur heilend, sondern auch super lecker.


Zutaten Salat:
1-2 Fenchelknollen mittlerer Grösse
1 Zitrone, Saft
2 EL Olivenöl
½ Granatapfel
frische Korianderblätter

Zutaten Feta:
80g Feta
½ Zitrone, Saft
1 TL Fenchelsamen
½ TL Koriandersamenpulver
½ TL weisse Pfefferkörner
½ TL schwarze Pfefferkörner


Zubereitung:
Die Fenchelknollen von den äusseren, harten Blättern befreien und in ganz feine, dünne Streifen schneiden. Etwas vom Fenchelgrün mitschneiden. Mit dem Zitronensaft und dem Olivenöl mischen und mindestens 1 Stunde ziehen lassen. So wird der Fenchel weich.

Währenddessen den Feta zerbröckeln und mit den Gewürzen für ca. 30 Minuten marinieren lassen. Mit den Granatapfelkernen und dem frischen Koriander servieren.



»Kleine Gemüsekunde: Der Fenchel«

 

Der Fenchel ist hierzulande ganz zu unrecht etwas unbeliebt. Dabei wurde er als Heilpflanze schon von Hippokrates gefeiert und er ist ein lebendiger Beweis dafür, dass die Italienische Küche mehr zu bieten hat als Pasta und Pizza. Seine Samen helfen als Gewürz und Tee dem Magen sich von seiner Aufgeblasenheit zu beruhigen und auch seine weisse, hellgrüne Knolle ist ein Segen für die Gesundheit. In Italien wird sogar der Fenchelpollen als exklusives Gewürz verwendet, dessen Name alleine “la spezia degli Angeli”, Engelsgewürz, schon viel aussagt. Da gibt es zudem noch eine wunderbare italienische Redewendung “lascari infinochiare”, sich einfencheln lassen, was so viel bedeutet wie: sich hinters Licht führen lassen. Denn in Italien sagt man, dass Fenchel zu jedem Gericht gehört, er verfeinert den guten Geschmack und übertönt den schlechten. So haben anscheinend früher die gerissenen Weinhändler vor den Degustationen frischen Fenchel serviert um somit von den Schwachstellen des Weins abzulenken.



Rezept: Juliette Chrétien
Text: Juliette Chrétie
Foto: Juliette Chrétien


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