Slow Goods

Fenchel-Felchen Risotto mit Zitrone und Minze

 Fenchel-Felchen Risotto mit Zitrone und Minze



»Leichtes Duo« 

Traditionsgemäss gehört der Fenchel einfach zum Fisch. Und da Fenchel und Felchen fast die gleichen Buchstaben haben, müssen die Zwei ja auch richtig gut in einem Risotto zusammen passen. Indem der Fenchel gekocht wird, verliert er etwas an seinem starken Aroma. Das tut aber dem Fisch gut und es gibt ein herrlich leichtes Risotto.


Zutaten:
4-5 dl Gemüsebouillon, kochend
2 Frühlingszwiebeln
200g Risottoreis Carnaroli
1dl Weisswein
1 mittelgrosser Fenchelknollen
2 Felchenfilets
2 EL Crème fraîche
½ Zitrone, Schale und Saft
2 EL Olivenöl
2-4 frische Minzblätter
etwas frisch gehobelten Sbrinz



Zubereitung:
Zu Beginn eines guten Risotto sollte man bereits die Gemüsebouillon zum kochen bringen. Am besten bleibt sie während der ganzen Zubereitungszeit köchelnd auf einer anderen Herdplatte.

Die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Scheiben schneiden. Ich schneide jeweils den Anfang des Grüns auch noch mit. Zusammen mit dem Reis bei kleiner Flamme andünsten bis der Reis glasig ist. Mit dem Weisswein ablöschen. Sobald der Wein eingezogen ist eine Suppenkelle voll Bouillon dem Reis beigeben.

Inzwischen die Fenchelknolle in feine Streifen schneiden. Wenn die erste Suppenkelle Bouillon eingezogen ist eine weitere sowie den Fenchel beigeben. Die Felchenfilets klein schneiden und sobald die Flüssigkeit erneut eingezogen ist mit der nächsten Kelle Bouillon die Felchenstücke beigeben. Nach ca. 30 Minuten sollte der Risotto al dente sein. Mit Crème fraîche abschmecken.

Die Schale der halben Zitrone und deren Saft mit Olivenöl und den feingeschnittenen Minzeblättern mischen. Über den auf Tellern angerichteten Risotto träufeln und mit etwas frisch gehobelten Sbrinz servieren.



»Kleine Gemüsekunde: Der Fenchel«

 

Der Fenchel ist hierzulande ganz zu unrecht etwas unbeliebt. Dabei wurde er als Heilpflanze schon von Hippokrates gefeiert und er ist ein lebendiger Beweis dafür, dass die Italienische Küche mehr zu bieten hat als Pasta und Pizza. Seine Samen helfen als Gewürz und Tee dem Magen sich von seiner Aufgeblasenheit zu beruhigen und auch seine weisse, hellgrüne Knolle ist ein Segen für die Gesundheit. In Italien wird sogar der Fenchelpollen als exklusives Gewürz verwendet, dessen Name alleine “la spezia degli Angeli”, Engelsgewürz, schon viel aussagt. Da gibt es zudem noch eine wunderbare italienische Redewendung “lascari infinochiare”, sich einfencheln lassen, was so viel bedeutet wie: sich hinters Licht führen lassen. Denn in Italien sagt man, dass Fenchel zu jedem Gericht gehört, er verfeinert den guten Geschmack und übertönt den schlechten. So haben anscheinend früher die gerissenen Weinhändler vor den Degustationen frischen Fenchel serviert um somit von den Schwachstellen des Weins abzulenken.



Rezept: Juliette Chrétien
Text: Juliette Chrétie
Foto: Juliette Chrétien


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